Aktuelle Branchendaten zeigen, dass vollständig flüssigkeitsgekühlte Ultraschnellladegeräte mit 480 bis 600 kW eine Massenproduktion erreicht haben, wobei die Kosten für Halbleitermaterial im Vergleich zum Vorjahr um 35 bis 40 % gesunken sind, was die Technologie von der Pilotphase zur breiten Anwendung gebracht hat. Bemerkenswert ist, dass Ladegeräte mit mehr als 1,44 MW Megawatt mittlerweile in Massenanwendung eingesetzt werden. Ausgestattet mit Hochspannungs-Direktverbindungstechnologie für 10-kV-Stromnetze übersteigt ihre Einzelpistolenleistung 1440 kW, was den Gesamtenergieverbrauch der Station von 10 % auf 3 % senkt und es neuen Energie-Lkw ermöglicht, „5 Minuten für 100 km aufzuladen“.
Vollständig flüssigkeitsgekühlte Ultraschnellladestationen sind in Schlüsselbereichen wie Autobahnraststätten, Geschäftsvierteln und Bergbaugebieten zum Standard geworden. Auf den europäischen und amerikanischen Märkten mit stabilen Stromnetzen und hoher Nachfrage nach Schnellladungen ist ein besonders starkes Wachstum beim Bedarf an Ladegeräten mit mehr als 350 kW zu verzeichnen. Die 800-V-Hochspannungsplattform ist zum Standard für NEVs der mittleren bis oberen Preisklasse geworden, wobei „10-Minuten-Laden für 400 km“ die gängige Markterwartung ist.
Für globale Ladesäulenunternehmen bringen ultraschnelle Lade-Upgrades sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich. Zu den wichtigsten Prioritäten zählen die Beherrschung der Hochspannungskompatibilität und der intelligenten Stromverteilung sowie die Anpassung an regionale Netzstandards. Branchenführer wie ABB und Siemens haben Lösungen mit 64 intelligenten Algorithmen auf den Markt gebracht, um die Stromzuteilung basierend auf dem Batteriestatus zu optimieren und so Ladekonflikte bei mehreren Fahrzeugen anzugehen. Die künftige Integration der Vehicle-to-Grid (V2G)-Technologie wird Ladegeräte von einzelnen Geräten zur Energieergänzung in mobile Energieterminals verwandeln und so den Wert für die Spitzenausgleichung und Talfüllung im Netz freisetzen.

